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Große und bizarre Süßwasser-Perlen, die einst im japanischen Biwa-See gezüchtet wurden, sind heute eine Rarität. Die Umweltbedingungen haben sich so verändert, daß dort kaum noch Perlen heranwachsen. Von China aus wird jetzt die Welt mit Perlen versorgt, die im Jangtsekiang und seinen Nebenflüssen gezüchtet werden. Natürlich sind es andere Muscheln als die Akoya-Auster, die die Perlen hervorbringen. Ein Stückchen Mantelgewebe einer fremden Muschel reicht aus, um das Entstehen einer Perle zu stimulieren. Die Süßwasser-Muscheln sind wesentlich größer als die AkoyaAustern, und somit kann darin eine größere Anzahl Süßwasser-Perlen gleichzeitig heranwachsen. Bis zu dreimal kann eine Muschel ‘abgeerntet’ werden.

In Form und Farbe unterscheiden sich die Süßwasser-Perlen deutlich von den Akoyas. Schließlich ist ihnen die Form nicht durch einen runden Kern praktisch in die Wiege gelegt worden. Das ‘Reiskorn’ war in den achtziger Jahren nahezu synonym für die Form der chinesischen Süßwasser-Zuchtperle. Derzeit geht der Trend hin zu runden Perlen, aber auch flache ‘Boutons’ und sogenannte ‘PatatoeShapes’ erfreuen sich weithin großer Beliebtheit, ebenso wie ovale Formen.

Nachdem vor einigen Jahren die Farbpalette der chinesischen Süßwasser-Perlen nahezu grenzenlos schien, werden heute wieder weiße sowie leicht getönte Perlen, cremefarben, rose oder grau bevorzugt. Süßwasser-Zuchtperlen eignen sich durch ihre mannigfaltigen Formen und die vielen möglichen Farben ganz besonders dazu, mit Zwischenteilen aus Edelsteinen oder Gold zu facettenreichen und fantasievollen Colliers verarbeitet zu werden. Die Kreativität der Designer schafft damit herrlichen Unikat-Schmuck.