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Es sind Zufälle in Verbindung mit der Zucht von Akoya- oder Südsee-Perlen, die zum Entstehen von Keshi-Perlen führen und damit den Perlen-Liebhaberinnen ein besonderes reizvolles Produkt bescheren. Keshi-Perlen werden erzeugt durch die natürliche Ablagerung eines Muschelsplitters oder anderen kleinen Fremdkörpern in der Muschel, häufig auch nach dem Abstoßen eines eingesetzten Perlmuttkerns durch ein zurückgebliebenes Gewebeteilchen. Die Muschel umgibt dieses mit PerlmuttSubstanz, und nach und nach wächst daraus die keinelei Regelmäßigkeiten unterworfene Perle heran.

Die kleine japanischen Keshis werden nur bis zu 4 mm groß, manche sind nur winzig und tragen daher auch die Bezeichnung ‘Saat-Perlen’. Die Schattierungen der Keshi-Perle sind zart, sie reichen von weiß bis dunkelgrau, von gold bis rose. Ihre Form ist oft bizarr. Südsee-Keshi-Perlen entstehen bei der Zucht von Südsee-Perlen, sie können daher auch deren Größe erreichen, sind aber in der Form stets barock. Japanische Keshi-Perlen werden gerne zu mehrreihigen Colliers verarbeitet, ein sehr arbeitsaufwendiger Prozeß. Hingegen werden die seltenen großen Südsee-Keshis meist als Einzelperlen zu individuellen kostbaren Schmuckstücken verarbeitet.