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Verband man früher mit der Perle als Schmuck ausschließlich das Collier, so findet heute dagegen die einzelne Perle als Bestandteil kostbaren Gold- und Platinschmucks vielfältige Verwendung. Angefangen vom klassischen-schlichten Ohrstecker aus Akoya-Zuchtperlen bis hin zum dekorativen Platin-Collier mit einer exklusiven Südsee-Perle, die Bandbreite des Perlenschmucks ist unübersehbar groß.

Perlen harmonieren farblich mit nahezu allen Kleidungsstücken, Perlenschmuck kann stets getragen werden. Anderer Schmuck, z.B. mit Smaragden oder Rubinen, muß sorgsam auf die ausgewählte Kleidung abgestimmt werden. Perlenschmuck ist dekorativ und der heutigen Mode entsprechend; Perlenschmuck ist echt, das Juwel des Meeres schmeichelt den Edelmetallen Gold und Platin, und die Verarbeitung von Perlen zusammen mit Diamanten findet in einem kostbaren Juwelen-Schmuckstück einen kreativen Höhepunkt.

Edles bedarf der Pflege

Schenken Sie Ihren Perlen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Als Schätze der Natur möchten Ihnen die Perlen lebenslange Freude bereiten.
Die natürliche Oberfläche der Perle ist empfindlich gegen jede Art von Kosmetik, seien es Sprays, Parfums oder Cremes. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, Ihre Perlen mit Kosmetika in Verbindung zu bringen. Da auch natürliche Hautabsonderungen die Perlsubstanz angreifen können, reinigen Sie an besten nach jedem Tragen I

hr Perlen-Collier dadurch, daß Sie es mit einem weichen Wolltuch abreiben. Bewahren Sie grundsätzlich ihre Perlen in einem weichen Etui getrennt von anderen Schmuckstücken auf.

Die direkte Sonneneinstrahlung ( Sonnenbaden) liebt Ihre Perlenkette ebensowenig wie Baden und Schwimmen, denn darunter leidet auch der Faden.
Einmal jährlich sollte der Juwelier Ihr Perlen-Collier überprüfen und gegebenenfalls neu aufziehen. Edle Perlen wollen auf einen einwandfreien Faden gereiht sein. Bei Beachtung dieser Hinweise werden Sie über lange Zeit Freude an Ihren Juwelen des Meeres haben.

Formen und Farben

Bis vor wenigen Jahren galt das klassische einreihige Zuchtperlen-Collier als der Perlenschmuck schlechthin. Neue Züchtungen von Perlen in China wie auch in anderen fernöstlichen und pazifischen Regionen bieten der Mode in Verbindung mit der nahezu grenzenlosen Kreativität der SchmuckDesigner heute eine zuvor nie gekannte Mannigfaltigkeit der Formen, Farben und Gestaltungsmöglichkeiten mit Perlen. Die klassische Akoya-Zuchtperle aus Japan steht zwar immer noch im Zentrum, wenn es um Perlenschmuck geht; sie wird aber mehr denn je variiert mit Zwischenteilen aus Gold und Edelsteinen, und auch die Schließe erfährt endlich die Bedeutung, die ihr als komplettierendes Schmuckstück schon lange zusteht.

Südsee-Zuchtperlen sind als ‘ Shooting-Star’ der Perlen-Szene die Gewinner im hoch dotierten Perlenmarkt; ein Segment, das Produzenten wie Schmuck-Liebhaberinnen mehr Freude denn je bereitet. Letztlich sind es die vornehmlich in China produzierten Süßwasser-Zuchtperlen, die heute neue deutliche Akzente im Perlenmarkt setzen. In ihrer Konsistenz und damit qualitativen Beständigkeit sind sie den Akoya-Zuchtperlen durchaus vergleichbar: Sie geben vor allem im Bereich der Durchmesser bis 6 mm aufgrund ihrer großen Bandbreite an Formen und Qualitativen Ausprägungen unter Berücksichtigung ihrer Preiswürdigkeit den Designern ein breites Spektrum für die Gestaltung attraktiven Perlenschmucks.
It’s your choice, Madame!

Zuchtperlen aus der Südsee – Luxus hautnah

Selten, groß und schön – diese Attribute sind kennzeichnend für die Südsee-Zuchtperle, sie wird deshalb auch als die Königin der Perlen bezeichnet. Wo die Größe der Akoya-Zuchtperle endet, da fängt die Südsee-Zuchtperle erst an: von 9 mm bis 18 mm, im Einzelfall auch darüber hinaus, reicht ihr Durchmesser. Ursache ist die im Vergleich zur Akoya wesentlich größere Muschel, die aber nur in wärmeren Gewässern in Äquatornähe gedeiht. Von den Meeresgebieten Burmas (Myanmar) über Indonesien und Nordaustralien bis hin zu den Tahitis erstrecken sich die Zuchtgebiete der SüdseePerlen. Die Form ist selten rund, beliebt sind tropfen- und birnenförmige Perlen für kostbaren Ohrschmuck und Mittelteile von Collies. Die Farbpalette reicht von silbrigem Weiß über Creme- und Goldfarben bis hin zu Blaugrau und Anthrazitgrau, fast Schwarz. Gold- und Cremetöne weisen eher die Perlen aus den nördlichen Zuchtgebieten Südostasiens auf, anthrazit-farbene und schwarze Südsee Perlen stammen von den Tahitis.

Der Lüster hat bei Südsee-Zuchtperlen nicht den gleichen hohen Stellenwert wie bei Akoyas, er ist eher von matter Zartheit. Colliers aus Südsee-Zuchtperlen, zumeist in verlaufender Form zusammengestellt, sind besonders kostbar. Denn die Individualität der Südsee-Perle sorgt dafür, daß es sehr schwierig ist, die in Form, Farbe uns Lüster harmonierenden Perlen für ein Collier zu finden. Gerade wegen der häufig ausgefallenen Formen werden Südsee-Zuchtperlen bevorzugt als Einzelperlen zu hochwertigem Juwelen-Schmuck ( Ringe, Ohrschmuck, Nadeln, Anhänger) verarbeitet. Schließlich ist eine einzelne Südsee-Zuchtperle oftmals gleichermaßen kostbar wie ein komplettes Collier aus Akoya-Zuchtperlen.

Das Perlen-Collier

Als hochmodisches Accessoire ist das Perlen-Collier wieder in das Bewußtsein der Frauen zurückgekehrt. Die Freude an der Perle ist unverändert groß. Perlen-Ketten werden heute individuell gestaltet; fantsievolle Zwischenteile aus Gold oder Edelsteinen, kleine oder große Goldschließen und dekorative Einhänger verleihen ihnen eine persönliche Note. Die Erfahrung des Juweliers, seine Fachkenntnis und Kreativität, sein Bemühen um Qualität hilft Ihnen, der Liebhaberin feiner Zuchtperlen, bei der Zusammenstellung Ihres persönlichen Perlen-Colliers, damit Sie für Ihre Geldanlage den optimalen Gegenwert erhalten.
Das heute nur noch selten anzutreffende klassische Perlen-Collier (Chute) hatte Verlaufsform; ausgehend von einer großen Perle in der Mitte werden die Perlen zu den beiden Enden des Colliers hin immer kleiner, die Länge beträgt etwa 45 cm. Der Choker, ein Collier von gleichgroßen AkoyaZuchtperlen identischer Qualität, ist mit seiner Standardlänge von 36-40 cm (je nach Größe der Perle) der zeitlose Perlenschmuck schlechthin. Er kann im nachhinein durch diverse Zwischenteile oder eine herausragende Schließe modischen Strömungen angepaßt werden.

Aber auch längere Perlen-Colliers haben ihre besondere Bedeutung je nach Anlaß, sie anzulegen: die Matinee-Länge (60 cm) – die Opern-Länge (70 cm) – die Queen (80 cm) – schließlich der Sautoir von etwa 120 cm. Durchaus üblich und von der Mode geradezu gefordert ist auch die Kombination verschiedener Perlen-Colliers, beispielsweise eine graue mit einer weißen Zuchtperlenkette. Erlaubt ist was gefällt. Letztlich vervollständigt das passende Perlen-Armband den Perlenschmuck.

Tipps für Ihren Perlenkauf

Der Kauf von Zuchtperlen ist in erster Linie Vertrauenssache. Gerade wenn Sie Ihr allererstes PerlenCollier, Ihren Perlenschmuck erwerben möchten, sollen Ihnen diese Empfehlungen helfen, einen guten Kauf zu tätigen. Die umfassende Beratung erfahren Sie beim Juwelier Ihres Vertrauens. Sie können ihm auch nach Jahren Ihr Perlen-Collier zum Auffädeln oder Umarbeiten andienen, stets wird er Sie fachgerecht bedienen. Fünf Merkmale sollten Sie auf jeden Fall beim Kauf Ihres Zuchtperlen-Colliers beachten:
– Die Größe: Sie variiert bei Akoya-Zuchtpelen heute von 3 mm bis 10 mm, sie sollte in Verbindung mit der gewählten Länge zu ihnen Passen. Der Preis steigt mit dem Durchmesser, vorausgesetzt die anderen Qualitätskriterien sind konstant.
– Die Farbe: Sie sollte auf den Hauttyp der Trägerin abgestimmt werden. Meist werden weiße oder weiß-rose-farbene Perlenketten gewünscht, und die hohe Nachfrage bestimmt den Preis. Aber gerade dann, wenn die Ketten lang getragen werden sollen, oder wenn Ihr Hauttyp nicht extrem hell ist, empfehlen wir Ihnen Zuchtperlen mit einer champagner-farbenen Tönung, selbst ein creme-farbener oder grünlicher Unterton kann dann ausgesprochen reizvoll und ein sehr guter Kauf sein.
– Der Lüster: Ihm müssen Sie beim Perlenkauf vorrangige Beachtung schenken. Ein guter Lüster ist wichtiger als Form, Farbe und Größe. Denn er hängt im wesentlichen von der Stärke der Beschichtung, der Qualität der Oberfläche der Perle ab. Je besser der Lüster, desto wertvoller erstrahlt das Collier an Ihrem Hals.
– Die Form: Da heute öff-round’-Perlen, seien es Südsee, Akoya oder Süßwasser, der Individualität in der Mode mehr und mehr entsprechen, hat die einstmals geforderte perfekt runde Form von Zuchtperlen an Bedeutung verloren. Lüster und Beschichtung haben Vorrang gewonnen.
– Die Oberfläche: Gerade ihre Beurteilung erfordert die Fachkenntnis des Experten. Kleine Unregelmäßigkeiten mögen die Wertigkeit der Perle geringfügig mindern, sie sind typisch für dieses Naturprodukt. Eine äußerst wichtige Empfehlung sollte Sie beim Perlenkauf immer beachten: Gehen Sie im Hinblick auf die Stärke der Beschichtung keine Kompromisse ein. Denn der Kern, den Sie andernfalls bald kennenlernen werden, hat kein Lüster.