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Schmucklexikon

Ein kleiner Überblick
Akoya-Zuchtperle
Pinctada Martensii – das ist die exakte Bezeichnung für die Muschel, die unter dem Namen Akoya gleichsam als Synonym für die Zuchtperle steht. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird die AkoyaMuschel in Japan für die Herstellung von Perlen gezüchtet, von daher hat sich der Name Akoya-Perle durchgesetzt. Ein Perlmuttkern wird zusammen mit einem Gewebeteil einer fremden Akoya-Muschel in die ausgewachsene Muschel eingepflanzt, und unter sorgfältiger Behandlung durch Perlfarmer wächst – nicht immer – eine Zuchtperle heran.
Nur ein geringer Prozentsatz von Muscheln produziert wirklich perfekte, runde Perlen mit hervorragendem Lüster. Perlen mit großem Durchmesser sind besonders begehrt, die von 9 mm und mehr sind aber äußerst schwer zu züchten und daher selten und vor allem kostbar. Aber auch nichtrunde Akoya-Perlen, ihrer Form wegen als off-round, semibarock oder barock bezeichnet, haben ihre Liebhaberinnen und werden gerne in Kombination mit anderen Arten von Zuchtperlen und auch Edelsteinketten getragen. Der weitaus größte Anteil von Ankoya-Perlen wird für Perlen-Colliers verwendet, denn die Nachfrage dafür ist weltweit unbegrenzt. Perlenschmuck wie Ringe, Broschen, Ohrstecker und Armschmuck sind eine ideale Ergänzung zum Perlen-Collier, und das Angebot an Ankoya-Zuchtperlen gibt auch den Gestaltern dieses Schmucks viel Spielraum
Amethyst und Zitrin Amethyst (gr."nicht betrunken")

Die bekanntesten und auch die wertvollsten Edelsteine der großen Quarzgruppe sind der purpurfarbene Amethyst und der gelbe bis rotbraune Zitrin. Schon in en alten Hochkulturen dieser Welt wurden sie in sakralen und profanen Preziosen gefasst. Da Quarze in größeren Quantitäten gefunden werden, sind sie auch im Preis moderat. Schon im Erdinneren wurden bei hohen Temperaturen aus Amethysten Zitrine. Diese natürliche Methode wurde dann auch seit Jahrhunderten nachvollzogen. Je nach Farbintensität  des ursprünglichen Amethystes resultiert ein heller oder dunkler Zitrin.

 – Härte 7

– Dichte 2,63 – 2,65 g/cm3

– Spaltbarkeit: keine

– Bruch: muschelig, sehr spröde

– Kristalle: (trigonal), sechsseitige Prismen

– Chemie: Si02 Siliciumdioxid

– Transparenz: durchsichtig

– Lichtbrechung: 1,544 – 1,553

– Doppelbrechung: + 0,009

– Dispersion: 0,013

Aquamarin

Sein Name bedeutet „Meerwasser“, und damit beschwört er ein Bild von wunderbar reinem, klarem, blauem Wasser herauf. Er ist dem Smaragd sehr nahe verwandt, doch im Unterschied zu ihm tritt er oft in großen, klaren Exemplaren auf. Wir kennen den Aquamarin von fast farblos hellblau bis intensiv tiefblau. Diese wundervollen Farben werden seit vielen hundert Jahren durch leichtes Erhitzen erreicht, weil natürliche Aquamarine von Natur aus oft eher grünlichblau sind. Hellgrüne und gelbliche Steine nennt man Berylle, denn mineralogisch gesehen ist der Aquamarin der blaue Beryll und der Smaragd der intensiv grüne Beryll. 

Beryll

Die Edelsteine der Beryllgruppe treten von farblos über gelb, rosa, hellblau und grün auf. Aus einem großen, klaren Beryll habe sich der römische Kaiser Nero eine Sehhilfe schleifen lassen. Wovon  sich der Name „Brille“ ableitete. Während rosa Beryll und gelber Beryll weniger bekannt sind, erfreuen sich der grüne Smaragd und der hellblaue Aquamarin sehr großer Beliebtheit.

somit bieten wir Ihnen beim Kauf eines Diamanten(Brillanten) ab einer Karatszahl von 0,30 ct alle handelsüblichen international anerkannten Zertifikate an

Chrysoberyll

Die Chrysoberyll sind wunderschöne, leider weniger bekannte, sehr lebhafte und widerständige Edelsteine. Ihre häufigsten Farben variieren von Hellgelb bis Grünlichgelb, Goldgelb bis Goldbraun. Eine ganz außergewöhnliche Eigenschaft weist die kostbare Varietät mit dem Namen Alexandrit auf. Er leuchtet bei Tageslicht grün und bei Kunstlicht rot! Im Spotlicht zeigen gewisse „en cabochon“ geschliffene Chrysoberylle eine wogende helle Lichtlinie; diese seltenen und kostbaren Edelsteine heißen Chrysoberyll – Katzenaugen

Citrin

– Härte 7

 – Dichte 2,65 g/cm3

 – Spaltbarkeit: keine

 – Bruch: muschelig, sehr spröde

 – Kristalle: (trigonal), sechsseitige Prismen mit Pyramiden

 – Chemie: Si02 Siliciumdioxid

 – Transparenz: durchsichtig

 – Lichtbrechung: 1,544 – 1,553

 – Doppelbrechung: + 0,009

 – Dispersion: 0,013

Diamant

Diamant wird von jeher als edelstes aller Mineralien geschätzt. Sein Name leitet sich vom griechischen “Adamas” ab; der Unbezwingbare. Der König aller Edelsteine besteht aus reinem Kohlenstoff, der kubisch flächenzentriert auskristallisiert; häufigste Formen der Rohkristalle sind Würfel und Oktaeder = Doppelpyramide.

Die Wertschätzung des Diamanten beruht nicht nur auf Schönheit und Seltenheit, sondern auch auf magischen Eigenschaften. Der römische Naturforscher Plinius schrieb vor 2000 Jahren: “Der Götter Höchstes ist der Diamant.” Bereits in einer der ältesten Schriften, die sich mit Diamant befaßt, nämlich der “Ratnapariska von Buddhabhatta”, 700 vor Chr., heißt es: “Wer einen Diamanten trägt, von dem werden Gefahren weichen – sei er nun von Schlangen bedroht, von Feuer, Gift, Krankheiten, Dieben, Überflutung und bösen Geistern”. – Die Inder nutzten Diamanten in ihren Götterstatuen als “Drittes Auge”, als Auge der Erleuchtung. Kein gewöhnlicher Sterblicher durfte sich mit den kostbaren Steinen schmücken, außer dem Herrscher und den Wächtern der Pretiosen aus der Priesterkaste der Brahmanen.

Aus Magma in ca. 4000 km Tiefe gelangte das Ausgangsmaterial mit CO2 als Treibgas explosionsartig an Kristallisations-Orte von 250 km Tiefe. Aus diesen Plutonit-Orten entstand der Diamant vor etwa 1-3 Milliarden Jahren, unter unvorstellbarer Hitze und einem Druck von 170 Tonnen pro Kubikzentimeter. Durch Vulkan- Schlote gelangten sie dann in die Erdkruste. Diese Genese ist auch eine Erklärung für die außerordentliche Härte des Diamanten; kein anderes Material unseres Planeten erreicht die außergewöhnliche Härte 10 (nach Mohs-Skala gemessen). Der Diamant ist damit 13.900 % härter als Rubin oder Saphir mit dem Härtegrad 9.

Erste Funde von Diamanten wurden 800 v. Chr. aus Indien gemeldet. Großmogule jener Zeit waren vom Diamant so fasziniert, daß sie ihre Schatzkammern von Gold in Diamant umtauschten. Lange Zeit durfte kein Diamant Indien verlassen. Im Jahr 1726 wurden dann Diamantvorkommen in Brasilien entdeckt und 1866 die bisher kommerziell erfolgreichsten Minen in Südafrika.

Der Abbau zur Diamantgewinnung ist mit sehr großen Aufwendungen verbunden, die allein schon den Marktpreis für Diamant rechtfertigen. So entstand im Bereich von “Kimberly’s big hole” das größte von Menschen gegrabene Loch der Erde. Weltweit werden pro Jahr nur soviel Diamanten gefördert, wie in einen Würfel von 64 cm Kantenlänge passen. 250 Tonnen Gestein müssen für 1-Carat-Diamanten gebrochen, gefördert, zerkleinert und aussortiert werden und ca. 95 % des geförderten Materials ist für Schmuckzwecke ungeeignet. Zum Glück für Schmuckliebhaber beteiligt sich die Industrie an den hohen Förderkosten, solange Diamant für spezielle Schleif- und Bohrwerkzeuge unersetzlich ist. Sollte für solche Industrie- Diamanten künftig ein Ersatzstoff entwickelt werden der preiswerter erstellt werden kann, dann werden Schmuck- Diamanten schwindelnde Preishöhen erreichen. Überhaupt bezahlt heute ein Käufer kaum etwas für das Material, sondern vorwiegend den Aufwand der Förderung und Bearbeitung.

Der Wert eines Diamanten wird bestimmt durch 4 C’s :

  • 1. Carat – Gewicht
  • 2. Clarity – Reinheit z.B. si = small inclusions
  • 3. Color – Farbe z. B. Top Wesselton = feines weiß
  • 4. Cut – Schliff zuzüglich Proportion.

Alle Einschlüsse, die sich mit einer 10fachen, achromatischen Lupe feststellen lassen bestimmen in festgelegtem Verhältnis zu anderen Qualitätsmerkmalen einen der Wertfaktoren. Der kleinste Einschluß (vvsi 1) beträgt dabei nur 5/10 000 Millimeter und wird oftmals nicht erkannt; ein Kriterium, das unseriös genutzte Werbekampagnen mit lupenrein bezeichnen.

Da den meisten Diamanten eine schwache gelbliche Färbung durch Stickstoff-Fremdatome zu eigen ist, entscheidet auch die Farbklassifizierung über den Wert eines Steines. Mit Hilfe photometrisch vermessener Vergleichsdiamanten (wie in unserem Edelstein-Labor) werden solche Tönungen klassiert. – Außerhalb solcher Bewertungen liegen Fancy-Diamonds in seltenen Natur- Farben wie blau, rot, grün, rosé, gold, champagner oder cognac. Farbige Diamant-Raritäten können beachtliche Liebhaberpreise erzielen.

Für das optische Erscheinungsbild eines Brillanten ist nicht zuletzt der Schliff von Bedeutung. Der Brillantschliff besteht aus 57 Facetten mit genau festgelegten Winkel- Verhältnissen und Proportionsmaßen. Schon 2% Abweichung vom Idealschliff wird nicht mehr als guter Schliff bewertet und senkt den Wert des Steines, weil die optische Brillanz fehlt. Die Qualitätsstufen sowohl für cut, als auch für Proportion sollten in Zertifikaten angegeben sein und zwar in : verygood-good-medium-poor. Die Schönheit des Diamant-Brillanten ergibt sich aus der hohen Lichtbrechung, der Total- Reflexion im Innern des Steines und der Eigenschaft des Diamanten weißes Licht in seine Spektralfarben aufzufächern (Dispersion).

Berühmtheit erlangten einige Diamanten durch ihre besondere Größe und Schönheit. Zu nennen sind hier der Groß-Mogul, der geschliffen noch 280 Carat wog. Der Orlow-Diamant der Zarin Katharina, der Florentiner der Medici, der Blaue Hope-Diamant, der Grüne Dresdner und viele andere. Mit allen sind Geschichten und abenteuerliche Legenden verbunden, auch mit ihren stolzen Besitzern.

Seit alters her wird dem Diamant besondere Kraft zugesprochen. – So schrieb Plinius dem Diamant die Kraft zu: daß er Furcht vertreibe. Einig mit ihm war Hildegard von Bingen, daß Diamant den Eigentümer beschützt. Nach indischer Überlieferung stellt er die göttliche Vollkommenheit in ihrer höchsten Reinheit dar; deshalb ist er das Symbol der Liebe und aller Herzens Angelegenheiten. Man hat auch festgestellt, daß der Diamant eine indigofarbene kosmische Ausstrahlung hat, die besonders auf alle Hormondrüsen positiv wirkt. Bedenken wir die symbolische Bedeutung, die das Licht in der Philosophie und auch in der Kunst hat. Plotin verdeutlicht das Verhältnis von Licht und Schönheit so:

Es geht also nicht allein um ästhetische Sinneswahrnehmung, sondern vor allem um Sinn- Wahrnehmung. Die Faszination Brillant konstituiert sich durch Verkörperung von Extrem- Grenzen der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit. Es sind vor allem drei Bereiche, die sich in gemeinsamer Wirksamkeit trennend unterscheiden lassen:

Erstens: Die absolute Eintönigkeit,
Zweitens: Die absolute Ordnung,
Drittens: Das absolute Chaos.

Die absolute Eintönigkeit ergibt sich aus der Farblosigkeit und dort vor allem bei der Farbgraduierung des “River”. River ist die Qualitätsstufe, welche die reinste Farblosigkeit darstellt. Dadurch ergibt sich zwangsläufig auch die absolute Transparenz. Beides ist eintönig.

Die absolute Ordnung ist beim Diamant strukturell und visuell wahrnehmbar. Zum einen durch den gleichförmigen, kristallinen Aufbau und zum anderen durch den idealen Brillantschliff. Ordnung ist hier abhängig von den Spiegel- Ebenen, Symmetrieelementen, Drehachsen, Symmetriezentren. Unter Beachtung aller physikalischen und optischen Gesetzmäßigkeiten zeigt moderner Brillantschliff ein ausgeklügeltes System von prozentualen Größen- und Winkelverhältnissen und Gesamtproportionen.

Das absolute Chaos. Denken Sie an das unvorhersehbare und ungeordnete Lichtspiel des Brillanten- das sogenannte “Feuer”. Dieses ohne Ordnung und immer wieder neuartige Gewitter aus Lichtblitzen ist chaotisch und unvorhersehbar aber auch faszinierend ! Ein Lichtstrahlumlauf im Brillantinneren kann ein- bis millionenfach sein. Chaotisch ist auch die hin und wieder auftretende Bündelung der Lichtstrahlen zu kohärentem Licht, das Szintillation bewirkt. Auch Dispersions-Erscheinungen (Aufspaltung des Lichts in die Spektralfarben) sind in Intensität und Farbe unvorhersehbar und zudem können Transformationen von UV-Licht in Wellenlängen sichtbaren Lichts auftreten. Zwischen den Atomgitterräumen treten sogar Energieansammlungen auf und deren Abstrahlung in ungeordneter Rhythmik.

Natürliche Einschlüsse mindern wohl den Wert, doch sind diese gleichzeitig Echtheitsmerkmale, gewissermaßen ein natürliches Zertifikat! Größere und  dunkle Einschlüsse können die Brillanz mindern. Mit Lasern können solche Einschlüsse angebohrt und dann chemisch aufgelöst werden. Die haarfeinen Hohlkanäle werden manchmal mit glasartigen Substanzen gefüllt und sind dann fast unsichtbar. Die Behandlung wird auch bei oberflächlichen Rissen angewandt.. Wohl erscheinen dem Auge lasergebohrte oder rissgefüllte Diamanten besser, doch sind sie nicht mehr gleich widerstandsfähig, und auf alle Fälle muss Ihnen dies klar und deutlich mitgeteilt werden, denn solcherart behandelte Diamanten sind deshalb viel weniger wert. Völlig farblose oder intensiv naturfarbene Diamanten von Gelb über Braun bis Rosa und Blau sind außerordentlich selten und erzielen deshalb auch Spitzenpreise. Doch auch die Diamantenfarbe kann künstlich durch Bestrahlen und anschließendes Erhitzen verändert werden. Künstlich bestrahlte Diamanten sind meistens gelb, blau, oder seltener rosa und viel preisgünstiger, weshalb es zwingend ist, dass sie dies als Käufer wissen.

– Härte 10

– Dichte 3,47 – 3,55g/cm3

– Spaltbarkeit: vollkommen

– Bruch: muschelig bis splittrig

– Kristalle: (kubisch) vorherrschend Oktaeder, daneben Würfel,

– Rhombendodekaeder, Zwillinge, auch plattig

– Chemie: C kristallisierter Kohlenstoff

– Transparenz: durchsichtig

– Lichtbrechung: 2,417 – 2,419

– Doppelbrechung: keine, häufig anormal

– Dispersion: 0,044

Gold

Schmuck ist mehr als ein kostbares Edelmetall. Es sagt etwas über das Lebensgefühl. Kurz:

Es ist ein augenfälliger Ausdruck der Persönlichkeit.

Edelsteine haben spezifische Eigenschaften. Hier für Sie eine kleine Erläuterung:

Chemisches Element, Symbol AU (Aurum).

Schmelzpunkt 1063° C (SP 2970 °C), Dichte 29,3 g/cm² , Brinellhärte 180-200N/mm²

(Eisen ist 4x so hart).

– Absolut luft- und wasserbeständig

– Kein Angriff durch einfache Säuren

– Im Königswasser, einen Gemisch aus 3 Teilen Salzsäure und einem Teil
Salpetersäure wird es unter Bildung von Chlorgoldsäure HAuCI4 aufgelöst.
Durch Eindampfen gewinnt man Goldchlorid (Chlorgold) AuCI3, das man in
Cyankalilösungen auflöst und so ein gutes Vergoldungsbad erhält.

– Quecksilber, leicht erwärmt, löst Gold und viele andere Metalle rasch auf. Mit
Gold  bildet Quecksilber das Goldamalgam mit dem man Feuervergoldungen
gemacht hat.

– Gold ist das Metall mit der größten Dehnbarkeit. Es lässt sich zu Folien
von  0,0001 mm Dicke ausschlagen (Blattgold) und ist so dehnbar, dass man
aus 1g Feingold 2km Draht ziehen kann.

– Reines Gold ist wegen seiner Weichheit als Schmuckgold kaum zu verwenden.
Um Gold zu härten legiert man es mit anderen Metallen.

Oberflächen:

Durch die geringe Härte von Gold wird die Oberfläche von allgegenwärtigem Staub oder härteren Gegenständen zerkratzt.  Es gibt zwei Möglichkeiten diese feinen Kratzspuren zu beseitigen.

  1. Schleifen.
    Hier wird tatsächlich mit einer Paste auf einem Polierrad die Oberfläche durch Schleifen abgetragen. Nach diesem Vorgang muss man allerdings:
  2. Polieren:
    Hier werden lediglich die mikroskopisch kleinen Erhebungen mit Eisenoxydpaste auf einem Polierrad in die mikroskopisch kleinen Vertiefungen hineinpoliert.

Bei gravierten Oberflächen passiert das Gegenteil. Die durch kleine Erhebungen hervorgerufenen Gravuren oder Oberflächenbehandlungen, wie Mattieren oder Sandstrahlen, werden durch den Gebrauch mechanisch abgeflacht. Normaler-
weise können wir solche langsam verschwindende Oberflächenbehandlung
wieder nachmachen.

Granat

Wer kennt nicht die kleinen dunkelroten, in Rosettenform gefassten Granate. Granat jedoch ist der Familienname einer großen Zahl edler Minerale. Einige davon sind begehrte, aber sehr unterschiedlich aussehende Edelsteine. Wohl die bekanntesten Granate sind rot, von Braunrot bis Violett. Sie heißen Pyrop, Almandin und Rhodolith. Man findet auch orange, ja sogar intensiv grüne, durchsichtige Granate, die Tasvolithe aus Ostafrika, welche sich großer Beliebtheit erfreuen. Durchsichtige, intensiv farbene und größere Granate sind seltene und auch kostbare Edelsteine. Zur Granatgruppe gehören ebenso einige  beliebte Schmucksteine wie z.B. der Grossularit. Granate werden von der Natur perfekt hervorgebracht, so dass sie keinerlei Nachbehandlung bedürfen. Der Edelsteinschleifer allein entlockt ihnen mit raffinierten Schliffanlagen ihre innere Schönheit und bringt sie damit zum Funkeln.

Keshi-Zuchtperlen

Es sind Zufälle in Verbindung mit der Zucht von Akoya- oder Südsee-Perlen, die zum Entstehen von Keshi-Perlen führen und damit den Perlen-Liebhaberinnen ein besonderes reizvolles Produkt bescheren. Keshi-Perlen werden erzeugt durch die natürliche Ablagerung eines Muschelsplitters oder anderen kleinen Fremdkörpern in der Muschel, häufig auch nach dem Abstoßen eines eingesetzten Perlmuttkerns durch ein zurückgebliebenes Gewebeteilchen. Die Muschel umgibt dieses mit PerlmuttSubstanz, und nach und nach wächst daraus die keinelei Regelmäßigkeiten unterworfene Perle heran.

Die kleine japanischen Keshis werden nur bis zu 4 mm groß, manche sind nur winzig und tragen daher auch die Bezeichnung ‘Saat-Perlen’. Die Schattierungen der Keshi-Perle sind zart, sie reichen von weiß bis dunkelgrau, von gold bis rose. Ihre Form ist oft bizarr. Südsee-Keshi-Perlen entstehen bei der Zucht von Südsee-Perlen, sie können daher auch deren Größe erreichen, sind aber in der Form stets barock. Japanische Keshi-Perlen werden gerne zu mehrreihigen Colliers verarbeitet, ein sehr arbeitsaufwendiger Prozeß. Hingegen werden die seltenen großen Südsee-Keshis meist als Einzelperlen zu individuellen kostbaren Schmuckstücken verarbeitet.

Lapislazuli

(arab.-lat.”blauer Stein”)

Die alten Ägypter wie auch die Kaiser Chinas aller Dynastien kannten und begehrten den tiefblauen Lapislazuli, der oft mit goldglänzenden Pyritpunkten durchsetzt ist. Nicht alle geförderten Lapislazuli sind von Natur aus intensiv blau. Dann wird mit Farbe nachgeholfen, doch sind solche künstlich gefärbten Steine als solche klar zu deklarieren, denn sie sind viel preiswerter als die Naturfarbigen.

– Härte 5 – 6

– Dichte 2,4 – 2,9 g/cm3

– Spaltbarkeit: keine

– Bruch: kleinmuschelig, körnig

– Kristalle: (kubisch), sehr selten, meist dichtes, körniges Aggragat

– Chemie: NA8AI6SI6024S2 schwefelhaltiges Natrium-Aluminium-Silicat

– Transparenz: undurchsichtig

– Lichtbrechung: 1,50

– Doppelbrechung: kein

– Dispersion: fehlt

 

Mabe-Zuchtperle

Als dekorativer Perlenschmuck eignet sich die Mabe-Zuchtperle wegen ihrer Größe von etwa 9 mm bis 22 mm besonders gut, zumal sie preislich sehr günstig ist. Daher erfreut sie sich in den letzten Jahren zunehmender Nachfrage bei Schmuck-Liebhaberinnen. Fachlich korrekt wird sie Zuchtschalen-Perle genannt, und damit ist auch schon ihre Entstehung charakterisiert. In die Muschel – es werden die gleichen Muschelarten wie zur Zucht von Südsee-Perlen verwendet – wird ein der gewünschten Form entsprechender Kern eingesetzt, der von der Muschel bereits innerhalb von 6 – 12 Monaten mit einer Schicht aus Perlmutt-Substanz überzogen wird, häufig aber nur sehr dünn, etwa in der Stärke eines Fingernagels. Zumeist werden runde Mabe-Perlen als Halbkugeln gezüchtet, aber auch Herzen, Tropfen und Ovale sind als Formen gefragt. Da die Zucht von halbrunden Mabe-Perlen deutlich schneller und einfacher als die von vollrunden Perlen zu bewerkstelligen ist und dazu auch Muscheln verwendet werden können, die zu schwach für die Produktion anderer Perlen sind, resultiert daraus ein erstaunlich günstiges Preisniveau für MabeZuchtperlen. Sie werden hauptsächlich für Ohrschmuck, Anhänger und Nadeln verwendet. Die MabePerle ist aber aufgrund der dünnen Beschichtung recht empfindlich, daher wird von einer Verarbeitung zu Ringen abgeraten.

Opal

Ein ganz besonderer Edelstein ist der Opal. Wird er bewegt versprüht er seine Farbreflexe in Blau, Grün, Rot und Gelb. Er war der Lieblingsstein von Königen und Kaisern, und er erfreut sich auch heute allergrößter Beliebtheit. Da jeder Opal einen kleinen Anteil an Wasser besitzt, kann er unter extremen Bedingungen austrocknen und in sehr seltenen Fällen sogar rissig werden. Ganz wenig Feuchtigkeit genügt ihm zu seiner Pflege. Opale sind Individualisten, nie gibt es zwei gleiche, und ihre Varietäten sind vielfältig. Opale gibt es von Weiß über Grau bis Schwarz. Gewisse poröse Opale werden künstlich geschwärzt, um damit den kostbarsten Opal, den Schwarzopal, nachzuahmen. Diese Behandlung muss Ihnen unbedingt mitgeteilt werden, denn künstlich geschwärzte Opale sind nicht wertvoll. Oft werden dünne Scheiben aus Opal mit einer dunklen Unterlage und oft noch mit einem durchsichtigen Oberteil versehen. Diese zusammengesetzten Produkte müssen als Opal – Doublette oder Opal – Triplette bezeichnet werden. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch jene Opale , welche auf oder in ihrem Muttergestein belassen und mit ihm zusammen geschliffen werden. Man nennt sie Matrix-Opale oder auch, gleich wie in ihrem Herkunftsland Australien, Boulder – Opale. Weisen sie ein intensives Farbspiel auf, besonders mit roten Reflexen, sind sie sehr wertvoll.

 

Peridot

Schon die alten Ägypter begehren das einmalige Grün des Periots, welcher früher seines oft öligen Aussehens wegen auch Olivin genannt wurde. Beim Peridot ist keinerlei Behandlung erforderlich. Da er jedoch etwas weniger hart  ist als viele seiner Edelsteinbrüder, muss er am Finger mit Vorsicht getragen werden. Aus neuen Vorkommen gelangen heute völlig transparente Peridote auf den Markt, denen raffinierte Schliffe das Leben einhauchen.

Perlen

Seit Jahrtausenden gelten Perlen als Symbol der Liebe, des Glücks und des Wohlstands. In der griechischen Geschichte wird die Perle mit absoluter Reinheit gleich gesetzt, die Römer verbinden mit ihr Lieblichkeit und Freude. Verborgene Kräfte soll das Meer der Perle mitgeben; die Magie war und ist mit der Perle eng verknüpft. Legenden berichten vom Mysterium der Entstehung der Perle, und auch heutzutage gilt die Perle als das geheimnisvollste wie auch weiblichste aller Juwelen.

Obschon historisch nachgewiesen ein ‘altes Juwel’, ist die Perle als Schmuck ewig jung; sie geht mit jeder Mode, sie ist geradezu dominant bei neuen Trends in der Schmuck-Welt. Ihr Comeback in den letzten Jahren beruht auf der Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten, die von Schmuck-Designern für Perlen in Verbindung mit Gold und Edelsteinen aufgezeigt wurden. Und einmal auf den Geschmack gekommen, wandten sich die Liebhaberinnen von Perlen dann auch wieder zunehmend dem Perlen-Collier zu, erneut ein ‘Muß’ in Sachen Perlenschmuck. Die Perle ist von Natur aus schon ein perfektes Schmuckstück, sie gewinnt durch außergewöhnliche Größen und Formen einzelner Exemplare eine ausgeprägte Individualität mit stets wachsender Beliebtheit. Damit sind die Möglichkeiten zur besonderen Schmuckgestaltung nahezu unbegrenzt gegeben.

Perlenschmuck

Verband man früher mit der Perle als Schmuck ausschließlich das Collier, so findet heute dagegen die einzelne Perle als Bestandteil kostbaren Gold- und Platinschmucks vielfältige Verwendung. Angefangen vom klassischen-schlichten Ohrstecker aus Akoya-Zuchtperlen bis hin zum dekorativen Platin-Collier mit einer exklusiven Südsee-Perle, die Bandbreite des Perlenschmucks ist unübersehbar groß.

Perlen harmonieren farblich mit nahezu allen Kleidungsstücken, Perlenschmuck kann stets getragen werden. Anderer Schmuck, z.B. mit Smaragden oder Rubinen, muß sorgsam auf die ausgewählte Kleidung abgestimmt werden. Perlenschmuck ist dekorativ und der heutigen Mode entsprechend; Perlenschmuck ist echt, das Juwel des Meeres schmeichelt den Edelmetallen Gold und Platin, und die Verarbeitung von Perlen zusammen mit Diamanten findet in einem kostbaren Juwelen-Schmuckstück einen kreativen Höhepunkt.

Edles bedarf der Pflege

Schenken Sie Ihren Perlen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Als Schätze der Natur möchten Ihnen die Perlen lebenslange Freude bereiten.
Die natürliche Oberfläche der Perle ist empfindlich gegen jede Art von Kosmetik, seien es Sprays, Parfums oder Cremes. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, Ihre Perlen mit Kosmetika in Verbindung zu bringen. Da auch natürliche Hautabsonderungen die Perlsubstanz angreifen können, reinigen Sie an besten nach jedem Tragen I

hr Perlen-Collier dadurch, daß Sie es mit einem weichen Wolltuch abreiben. Bewahren Sie grundsätzlich ihre Perlen in einem weichen Etui getrennt von anderen Schmuckstücken auf.

Die direkte Sonneneinstrahlung ( Sonnenbaden) liebt Ihre Perlenkette ebensowenig wie Baden und Schwimmen, denn darunter leidet auch der Faden.
Einmal jährlich sollte der Juwelier Ihr Perlen-Collier überprüfen und gegebenenfalls neu aufziehen. Edle Perlen wollen auf einen einwandfreien Faden gereiht sein. Bei Beachtung dieser Hinweise werden Sie über lange Zeit Freude an Ihren Juwelen des Meeres haben.

Formen und Farben

Bis vor wenigen Jahren galt das klassische einreihige Zuchtperlen-Collier als der Perlenschmuck schlechthin. Neue Züchtungen von Perlen in China wie auch in anderen fernöstlichen und pazifischen Regionen bieten der Mode in Verbindung mit der nahezu grenzenlosen Kreativität der SchmuckDesigner heute eine zuvor nie gekannte Mannigfaltigkeit der Formen, Farben und Gestaltungsmöglichkeiten mit Perlen. Die klassische Akoya-Zuchtperle aus Japan steht zwar immer noch im Zentrum, wenn es um Perlenschmuck geht; sie wird aber mehr denn je variiert mit Zwischenteilen aus Gold und Edelsteinen, und auch die Schließe erfährt endlich die Bedeutung, die ihr als komplettierendes Schmuckstück schon lange zusteht.

Südsee-Zuchtperlen sind als ‘ Shooting-Star’ der Perlen-Szene die Gewinner im hoch dotierten Perlenmarkt; ein Segment, das Produzenten wie Schmuck-Liebhaberinnen mehr Freude denn je bereitet. Letztlich sind es die vornehmlich in China produzierten Süßwasser-Zuchtperlen, die heute neue deutliche Akzente im Perlenmarkt setzen. In ihrer Konsistenz und damit qualitativen Beständigkeit sind sie den Akoya-Zuchtperlen durchaus vergleichbar: Sie geben vor allem im Bereich der Durchmesser bis 6 mm aufgrund ihrer großen Bandbreite an Formen und Qualitativen Ausprägungen unter Berücksichtigung ihrer Preiswürdigkeit den Designern ein breites Spektrum für die Gestaltung attraktiven Perlenschmucks.
It’s your choice, Madame!

Zuchtperlen aus der Südsee – Luxus hautnah

Selten, groß und schön – diese Attribute sind kennzeichnend für die Südsee-Zuchtperle, sie wird deshalb auch als die Königin der Perlen bezeichnet. Wo die Größe der Akoya-Zuchtperle endet, da fängt die Südsee-Zuchtperle erst an: von 9 mm bis 18 mm, im Einzelfall auch darüber hinaus, reicht ihr Durchmesser. Ursache ist die im Vergleich zur Akoya wesentlich größere Muschel, die aber nur in wärmeren Gewässern in Äquatornähe gedeiht. Von den Meeresgebieten Burmas (Myanmar) über Indonesien und Nordaustralien bis hin zu den Tahitis erstrecken sich die Zuchtgebiete der SüdseePerlen. Die Form ist selten rund, beliebt sind tropfen- und birnenförmige Perlen für kostbaren Ohrschmuck und Mittelteile von Collies. Die Farbpalette reicht von silbrigem Weiß über Creme- und Goldfarben bis hin zu Blaugrau und Anthrazitgrau, fast Schwarz. Gold- und Cremetöne weisen eher die Perlen aus den nördlichen Zuchtgebieten Südostasiens auf, anthrazit-farbene und schwarze Südsee Perlen stammen von den Tahitis.

Der Lüster hat bei Südsee-Zuchtperlen nicht den gleichen hohen Stellenwert wie bei Akoyas, er ist eher von matter Zartheit. Colliers aus Südsee-Zuchtperlen, zumeist in verlaufender Form zusammengestellt, sind besonders kostbar. Denn die Individualität der Südsee-Perle sorgt dafür, daß es sehr schwierig ist, die in Form, Farbe uns Lüster harmonierenden Perlen für ein Collier zu finden. Gerade wegen der häufig ausgefallenen Formen werden Südsee-Zuchtperlen bevorzugt als Einzelperlen zu hochwertigem Juwelen-Schmuck ( Ringe, Ohrschmuck, Nadeln, Anhänger) verarbeitet. Schließlich ist eine einzelne Südsee-Zuchtperle oftmals gleichermaßen kostbar wie ein komplettes Collier aus Akoya-Zuchtperlen.

Das Perlen-Collier

Als hochmodisches Accessoire ist das Perlen-Collier wieder in das Bewußtsein der Frauen zurückgekehrt. Die Freude an der Perle ist unverändert groß. Perlen-Ketten werden heute individuell gestaltet; fantsievolle Zwischenteile aus Gold oder Edelsteinen, kleine oder große Goldschließen und dekorative Einhänger verleihen ihnen eine persönliche Note. Die Erfahrung des Juweliers, seine Fachkenntnis und Kreativität, sein Bemühen um Qualität hilft Ihnen, der Liebhaberin feiner Zuchtperlen, bei der Zusammenstellung Ihres persönlichen Perlen-Colliers, damit Sie für Ihre Geldanlage den optimalen Gegenwert erhalten.
Das heute nur noch selten anzutreffende klassische Perlen-Collier (Chute) hatte Verlaufsform; ausgehend von einer großen Perle in der Mitte werden die Perlen zu den beiden Enden des Colliers hin immer kleiner, die Länge beträgt etwa 45 cm. Der Choker, ein Collier von gleichgroßen AkoyaZuchtperlen identischer Qualität, ist mit seiner Standardlänge von 36-40 cm (je nach Größe der Perle) der zeitlose Perlenschmuck schlechthin. Er kann im nachhinein durch diverse Zwischenteile oder eine herausragende Schließe modischen Strömungen angepaßt werden.

Aber auch längere Perlen-Colliers haben ihre besondere Bedeutung je nach Anlaß, sie anzulegen: die Matinee-Länge (60 cm) – die Opern-Länge (70 cm) – die Queen (80 cm) – schließlich der Sautoir von etwa 120 cm. Durchaus üblich und von der Mode geradezu gefordert ist auch die Kombination verschiedener Perlen-Colliers, beispielsweise eine graue mit einer weißen Zuchtperlenkette. Erlaubt ist was gefällt. Letztlich vervollständigt das passende Perlen-Armband den Perlenschmuck.

Tipps für Ihren Perlenkauf

Der Kauf von Zuchtperlen ist in erster Linie Vertrauenssache. Gerade wenn Sie Ihr allererstes PerlenCollier, Ihren Perlenschmuck erwerben möchten, sollen Ihnen diese Empfehlungen helfen, einen guten Kauf zu tätigen. Die umfassende Beratung erfahren Sie beim Juwelier Ihres Vertrauens. Sie können ihm auch nach Jahren Ihr Perlen-Collier zum Auffädeln oder Umarbeiten andienen, stets wird er Sie fachgerecht bedienen. Fünf Merkmale sollten Sie auf jeden Fall beim Kauf Ihres Zuchtperlen-Colliers beachten:
– Die Größe: Sie variiert bei Akoya-Zuchtpelen heute von 3 mm bis 10 mm, sie sollte in Verbindung mit der gewählten Länge zu ihnen Passen. Der Preis steigt mit dem Durchmesser, vorausgesetzt die anderen Qualitätskriterien sind konstant.
– Die Farbe: Sie sollte auf den Hauttyp der Trägerin abgestimmt werden. Meist werden weiße oder weiß-rose-farbene Perlenketten gewünscht, und die hohe Nachfrage bestimmt den Preis. Aber gerade dann, wenn die Ketten lang getragen werden sollen, oder wenn Ihr Hauttyp nicht extrem hell ist, empfehlen wir Ihnen Zuchtperlen mit einer champagner-farbenen Tönung, selbst ein creme-farbener oder grünlicher Unterton kann dann ausgesprochen reizvoll und ein sehr guter Kauf sein.
– Der Lüster: Ihm müssen Sie beim Perlenkauf vorrangige Beachtung schenken. Ein guter Lüster ist wichtiger als Form, Farbe und Größe. Denn er hängt im wesentlichen von der Stärke der Beschichtung, der Qualität der Oberfläche der Perle ab. Je besser der Lüster, desto wertvoller erstrahlt das Collier an Ihrem Hals.
– Die Form: Da heute öff-round’-Perlen, seien es Südsee, Akoya oder Süßwasser, der Individualität in der Mode mehr und mehr entsprechen, hat die einstmals geforderte perfekt runde Form von Zuchtperlen an Bedeutung verloren. Lüster und Beschichtung haben Vorrang gewonnen.
– Die Oberfläche: Gerade ihre Beurteilung erfordert die Fachkenntnis des Experten. Kleine Unregelmäßigkeiten mögen die Wertigkeit der Perle geringfügig mindern, sie sind typisch für dieses Naturprodukt. Eine äußerst wichtige Empfehlung sollte Sie beim Perlenkauf immer beachten: Gehen Sie im Hinblick auf die Stärke der Beschichtung keine Kompromisse ein. Denn der Kern, den Sie andernfalls bald kennenlernen werden, hat kein Lüster.

Rubin

Der blutrote Rubin ist einer der wertvollsten Edelsteine. Er ist seit Jahrtausenden ein Symbol für Leidenschaft, feurige Liebe, Macht und verschwenderischen Reichtum. Nur ganz wenige Rubine sind von Natur aus intensiv gleichmäßig  rot und klar. Deshalb ist es seit Jahrhunderten üblich, dass bereits in den Ländern ihres Vorkommens durch kontrolliertes Erhitzen Farbe und Klarheit verbessert werden. Anders sieht es bei weniger wertvollen Rubinen aus. Sie weisen oberflächliche, winzige Risschen und kleine Grübchen auf, die beim Erhitzen mit einer glasartigen Substanz ausgefüllt werden. Diese Behandlung muss Ihnen klar deklariert werden.

– Härte 9

– Dichte 3,97 – 4,05 g/cm3

– Spaltbarkeit: keine

– Bruch: kleinmuschelig, uneben, splittrig, spröde

– Kristalle: (trigonal) sechsseitige Prismen oder Tafeln, Rhomboeder

– Chemie: A1203 Aluminiumoxid

– Transparenz: undurchsichtig, durchscheinend, durchsichtig

– Lichtbrechung: 1,766 – 1,774

– Doppelbrechung: – 0,008

– Dispersion: 0,018

Saphir

Der Rubin und der blaue Saphir sind mineralogische Brüder, die sich nur in Ihrer Farbe unterscheiden.  Das beruhigende, tiefe Kornblumenblau des Saphirs begeistert die Menschheit seit Jahrtausenden. Blau ist wohl die bekannteste Farbe dieses prächtigen Edelsteins, doch Saphire gibt es auch in zartem bis intensivem Pink, in Goldgelb und Orange, in Purpur und in Grüntönen oder farblos. Saphire werden seit dem Altertum hoch geschätzt – eine Zeitlang herrschte sogar die Meinung vor, der Himmel selbst sei ein riesiger Saphir, in dem die Erde ruhe… Und man wünschte sich, als Symbol für Schönheit und Reichtum, einen Saphir in absoluter reiner Farbe. Nur, solch makellose Saphire sind so selten wie andere Meisterwerke der Natur. Deshalb werden die meisten Saphire (wie die Rubine) seit alters her erhitzt, was die Farbe intensiviert und die Reinheit dauerhaft erhöht. Die erhitzten Saphire sind erschwinglicher als die wenigen, von Natur aus perfekten Saphire. Im Handel tauchen neuerdings Saphire auf, welche, eingebettet in farbgebendes Pulver, bis fast zum Schmelzpunkt erhitzt werden. Dabei entsteht an der Oberfläche eine dünne, blaue Farbschicht. Solche diffusionsbehandelten Saphire sind weitgünstiger als natürlich blaue Steine Über diese Behandlung muss der Käufer umfassend aufgeklärt werden.

– Härte 9

– Dichte 3,99 – 4,00 g/cm3

– Spaltbarkeit: keine

– Bruch: kleinmuschelig, uneben, splittrig

– Kristalle: (trigonal) doppelseitig zugespitzt, tonnenförmig, sechsseitige Pyramiden,
taflig

– Chemie: A1203 Aluminiumoxid

– Transparenz: durchsichtig, undurchsichtig

– Lichtbrechung: 1,766 – 1,774

– Doppelbrechung: – 0,008

– Dispersion: 0,018

Smaragd

(gr.smaragdos “grüner Stein”)

Der Smaragd mit seiner magischen Anziehungskraft symbolisiert für viele Kulturen die Wiedergeburt und das Leben in seiner ganzen Fülle. Seine satten, kühlen Grüntöne erinnern an das Erwachen der Natur im Frühling und künden von neuen Hoffnungen und Möglichkeiten. Ein Smaragd ohne Einschlüsse wäre eine absolute Rarität, denn  praktisch alle weisen sie einzigartige Geburtsmerkmale in Form von winzigen Risschen auf, die man in Ihrer Gesamtheit als „Jardin“, also als Garten, bezeichnet. Oft verraten sie dem Gemmologen damit sogar ihre Herkunft. Weil viele Einschlüsse jedoch die Klarheit mindern können, versuchten schon vor Jahrhunderten indische Edelsteinhändler, mit farblosen Ölen oder Paraffin, in die sie die Smaragde eintauchen, diese Risschen für das bloße Auge beinahe unsichtbar werden zu lassen. Weil eine solche Behandlung auch wieder rückgängig gemacht werden kann, ist sie unbedenklich. Der Smaragd ist ohnehin ein Edelstein, der mit großer Sorgfalt getragen werden muss. In neuerer Zeit werden bei manchen Smaragden an Stelle der üblichen Öle auch gefärbte Öle oder farblose Kunstharze verwendet, welche im Stein aushärten und kaum mehr entfernt werden können. Alle diese Behandlungen müssen klar als solche deklariert werden.

– Härte 7,5 – 6

– Dichte 2,67 – 2,78 g/cm3

– Spaltbarkeit: keine

– Bruch: kleinmuschelig, uneben, spröde

– Kristalle: (hexagonal), sechsseitige Prismen, stengelig

– Chemie: A12Be/Bi9018 Aluminium-Beryllium-Silicat

– Transparenz: durchsichtig bis undurchsichtig

– Lichtbrechung: 1,576 – 1,582

– Doppelbrechung: – 0,006

– Dispersion: 0,014

Spinell

Erst vor 150 Jahren wurde der Spinell als eigenständiges Mineral, als Edelstein anerkannt. Die seltensten und darum kostbarsten Spinelle sind leuchtend rot. Daneben gibt es zahlreiche Farbvariationen, vor allem Pastelltöne von Hellrot
über Violett bis blau. Spinelle stammen hauptsächlich aus Myanmar (Burma)
und Sri Lanka, wo sie in den gleichen Minen wie Rubin und Saphir gefunden werden. Dies erklärt auch, weshalb viele große und bekannte „Rubine“ in Wirklichkeit Spinelle sind.

So ist zum Beispiel auch der „Rubin  des schwarzen Prinzen“ in einer englischen Königskrone ein Spinell. Spinelle in feinen Qualitäten werden selten gefunden, weshalb man sie nicht oft im Handel oder gar in Schmuck gefasst trifft, obwohl
sie mit Härte 8 hart und dauerhaft sind. Spinell werden lediglich geschliffen, ansonsten nicht behandelt.

Süßwasser-Zuchtperlen

Große und bizarre Süßwasser-Perlen, die einst im japanischen Biwa-See gezüchtet wurden, sind heute eine Rarität. Die Umweltbedingungen haben sich so verändert, daß dort kaum noch Perlen heranwachsen. Von China aus wird jetzt die Welt mit Perlen versorgt, die im Jangtsekiang und seinen Nebenflüssen gezüchtet werden. Natürlich sind es andere Muscheln als die Akoya-Auster, die die Perlen hervorbringen. Ein Stückchen Mantelgewebe einer fremden Muschel reicht aus, um das Entstehen einer Perle zu stimulieren. Die Süßwasser-Muscheln sind wesentlich größer als die AkoyaAustern, und somit kann darin eine größere Anzahl Süßwasser-Perlen gleichzeitig heranwachsen. Bis zu dreimal kann eine Muschel ‘abgeerntet’ werden.

In Form und Farbe unterscheiden sich die Süßwasser-Perlen deutlich von den Akoyas. Schließlich ist ihnen die Form nicht durch einen runden Kern praktisch in die Wiege gelegt worden. Das ‘Reiskorn’ war in den achtziger Jahren nahezu synonym für die Form der chinesischen Süßwasser-Zuchtperle. Derzeit geht der Trend hin zu runden Perlen, aber auch flache ‘Boutons’ und sogenannte ‘PatatoeShapes’ erfreuen sich weithin großer Beliebtheit, ebenso wie ovale Formen.

Nachdem vor einigen Jahren die Farbpalette der chinesischen Süßwasser-Perlen nahezu grenzenlos schien, werden heute wieder weiße sowie leicht getönte Perlen, cremefarben, rose oder grau bevorzugt. Süßwasser-Zuchtperlen eignen sich durch ihre mannigfaltigen Formen und die vielen möglichen Farben ganz besonders dazu, mit Zwischenteilen aus Edelsteinen oder Gold zu facettenreichen und fantasievollen Colliers verarbeitet zu werden. Die Kreativität der Designer schafft damit herrlichen Unikat-Schmuck.

Tansanit

Diesen seltenen und auch kostbaren Edelstein kennen wir erst seit 1967. Vortrefflich ergänzt er mit seinen Blau, Purpur und Violett den Farbenreichtum der Edelsteine. Der Tansanit ist wohl einer der schönsten Schätze unserer Erde. Gefördert wird er, der Name sagt es, in Ostafrika, zu Füssen des majestätischen Kilimandscharo, in Tansania. Von Natur aus sind viele Tansanite braungrün. Erst beim nachträglichen Erhitzen entsteht das arttypische Blau-violett, das wir an diesem wertvollen Edelstein so schätzen.

Topas

(nach Insel Zebirget im Roten Meer, ehemals Topazos)

Die kostbaren und seltenen Topase verwechselte man früher oft mit dem viel preisgünstigeren Zitrin, denn die begehrteste Farbe ist Cognacbraun bis Lachsorange. Rosafarbene Topase sind selten anzutreffen, und nur hin und wieder trifft man auf ganz zart hellblaue Steine. In sehr großen Mengen findet man farblosen und daher wenig attraktiven Topas. Vor Jahren entdeckte man, dass dieser farblose Topas durch Bestrahlen Braun und durch nachträgliches Erhitzen permanent blau gefärbt werden kann, in Tönen von Hell- bis Dunkelblau. Die künstliche Färbung macht ihn zwar attraktiver, jedoch keineswegs wertvoller, und dennoch fand er
eine sehr große Verbreitung, da er sehr preiswert ist. Unverständlich ist hingegen, dass nur in seltenen Fällen diese Behandlung dem Käufer mitgeteilt wird. Der seriöse Juwelier hingegen klärt den Kunden über solche künstlichen Farbveränderungen unmissverständlich auf.

– Härte 8

– Dichte 3,53 – 3,56 g/cm3

– Spaltbarkeit: vollkommen

– Bruch: muschelig, uneben

– Kristalle: (rhombisch), Prismen mit flächenreichen Köpfen, oft achtseitigem
Querschnitt, Längsstreifung

– Chemie: A12(Si04)(F,OH)2 fluorhaltiges Aluminium-Silicat

– Transparenz: durchsichtig

– Lichtbrechung: 1,610 – 1,638

– Doppelbrechung: + 0,008 bis + 0,010

– Dispersion: 0,014

Türkis

Schon sein Name beschreibt die Farbe. In der Türkei wird kein Türkis gefunden, seine Handelswege jedoch führten früher über Konstantinopel, das heutige Istanbul. Türkis  war schon in den alten Hochkulturen ein beliebter Schmuckstein. Leider ist er von Natur aus porös und kann sich deshalb beim Tragen durch Hautfett oder Kosmetika grünlich verfärben. Heute werden praktisch alle Türkise mit farblosen Substanzen imprägniert, so dass sie härter, besser polierfähig  und farbstabil werden. Wenn hingegen farbige Substanzen praktisch wertlosen Türkis ansehnlich machen, muss dieses Verfahren dem Kunden mitgeteilt werden, weil er ein billiges und künstlich gefärbtes Produkt erwirbt.

Turmalin

(singalesisch turmali, Bedeutung unbekannt)

Turmaline bereichern die Edelsteinpalette in allen Regenbogenfarben. Rote, gelbe, orange, grüne, blaue, und violette Turmaline begeistern  die Menschen seit Hunderten von Jahren. Grün und Rosa dominieren. Sehr dunkle Turmaline aller Farben werden meistens erhitzt, um sie aufzuhellen  und die Lebendigkeit zu steigern. Neuerdings werden Rosaturmaline auch durch Bestrahlen in Ihrer Farbe verbessert, eine Behandlung, welche nicht nachgewiesen werden kann.

Gelegentlich werden neuerdings aber rissige Turmaline mit Kunstharzen und Härte behandelt. Hier ist Vorsicht geboten, denn solcherart behandelte Steine sind weniger widerstandsfähiger und müssen deutlich preisgünstiger sein. Auf alle Fälle muss sie ihr Juwelier darüber aufklären.

– Härte 7- 7,5

– Dichte 3,02 – 3,26 g/cm3

– Spaltbarkeit: keine

– Bruch: uneben, kleinmuschelig, spröde

– Kristalle: (trigonal), meist langgestreckt mit dreieckigem Querschnitt und
rundlichen Seiten, parallel zur Hauptachse deutliche Längsstreifung, oft mehrere
Prismen miteinander kombiniert

– Chemie: Na, Li, Ca) Fell,Mg,MnAl)3 AI6((B03)3Isi6018) Aluminium-Borat-Silicat

– Transparenz: durchsichtig, undurchsichtig

– Lichtbrechung: 1,616 – 1,652

– Doppelbrechung: + 0,014 bis + 0,044

– Dispersion: 0,017

Zirkon

Zirkone sind sehr lebhafte, farbintensive Edelsteine mit hohem Glanz. Ihr Feuer und die hohe Lichtbrechung werden seit dem Altertum geschätzt. Leider trifft man sie heute im Handel selten an. Wohl sind sie mit Härte 7 recht hart, doch sind sie spröde und deshalb für Ringe weniger geeignet. Sie werden meistens in Kambotscha, Myanmar, Thailand und Sri Lanka in den Farben Gelb, Braun, Braunrot, seltener Rosa und Grün gefunden. Wenn man sie auf Temperaturen von 800 bis 1000°C erhitzt, werden sie farblos oder blau grün. Die Diamant-Imitation mit dem Handelsnamen „Zirkonia“ ist ein künstliches Produkt, welches außer dem Element Zirkonium nichts Gemeinsames mit dem Edelstein Zirkon hat.